Fußball

Wir verabschieden Peer Klingenberg und Steffen Niemeyer

Beide Spieler haben der Mannschaft Anfang der Rückrunde mitgeteilt, dass sie nicht mehr zur Verfügung stehen werden. Peer hat sich dazu entschieden die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen und Steffen wird nach Gütersloh ziehen.
Wir bedanken uns recht herzlich bei beiden Akteuren für ihre treue Zugehörigkeit. In guten, wie in schlechten Zeiten haben sie immer zur SG gestanden und ihr Bestes gegeben. Zwei ganz große Akteure, die sich diese Verabschiedung redlich verdient haben: Von Vorstand und der 1. Herren bekamen sie einige Geschenke und Danksagungen vor Beginn des Heimspiels gegen TSV Nesselröden überreicht.

Peer Klingenberg bei seiner Verabschiedung vor dem Heimspiel gegen den TSV Nesselröden


Steffen Niemeyer spielte in der Jugend und im Herrenbereich nur für einen Verein: SV Viktoria Gerblingerode bzw. später dann bei der Spielgemeinschaft Pferdeberg, welche aus Tiftlingerode, Gerblingerode und Immengerode 2013 hevorgegangen ist. Er war, außer in seiner Studienzeit oder während einiger Verletzungsphasen, immer eine feste Größe und Stammspieler der 1. Herren. Insgesamt kommt er auf sage und schreibe 258 Herrenspiele und bekam für die vollendeten 200 Spiele auch schon vor einigen Jahren eine Auszeichnung vom Sportverein Gerblingerode, die nicht viele erreichen. Der 28-jährige ist im linken Mittelfeld zu Hause. Diese Position interpretiert er sehr frei und ist deshalb auch Mal im Zentrum zu finden oder sucht die Räume hinter der Abwehr. Der größte Erfolg in letzter Zeit war sicherlich die Meisterschaft, der damit verbundene Aufstieg und der Pokalsieg in der 1. Kreisklasse der Saison 16/17, an der er persönlich auch großen Anteil hatte. Zudem wurde er zwei Mal Pokalsieger in der 1.KK.: 15/16 und 16/17. In der Kreisligasaison 17/18 war der Linksfuß der Spieler mit den meisten Einsätzen und lief 29 Mal auf. Mit 9 Toren war er in der internen Torjägerliste auch in der Kreisliga ganz oben (zusammen mit Wüstefeld und Majchrzak, die nun beide bei der SG Bergdörfer spielen). In dieser Saison – 18/19 – hat er noch einmal richtig gezeigt, was er für ein kompletter Fußballer ist: In 21 Spielen schoss er 15 Tore und bereitete 5 vor. Damit hat er in fast jedem seiner Spiele einen Scorerpunkt erzielt. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Steffen, wünschen ihm viel Erfolg und Glück in seiner neuen Stadt und hoffen gleichzeitig, dass er uns einige Male einen Besuch abstattet. Vielleicht hat er ja auch noch nicht sein letztes Spiel gemacht…

Der Vorstand des SV VIktoria Gerblingerode bedankt sich bei Steffen Niemeyer

Peer Klingenberg wird seine Fußballkarriere beenden. Auf den 36-jährigen konnte man sich immer verlassen: Ein Spieler, wie es ihn nicht mehr so schnell geben wird. Loyal, freundlich, positiv gestimmt und sicher nicht zu schade mit anzupacken. Auf und neben dem Platz eine Bereicherung für jedes Team. Seine Qualitäten sind mit Sicherheit seine Laufbereitschaft und seine Zweikampfstärke, aber auch die  Mentalität und der Siegeswille, wie ihn nicht viele haben, zeichnen ihn aus. Auf der „Sechs“ war er in dieser Saison nicht wegzudenken und machte 25 von möglichen 26 Spielen. Außerdem machte er sich in der Rückrunde mit 2 Toren selbst ein kleines Abschiedsgeschenk. Wir wollen uns hier aber mal die Zeit nehmen und seine Fußballzeit chronologisch aufrollen. Der Ostberliner und Eisern-Union-Fan startete seine Laufbahn noch in der ehemaligen DDR beim MSV Rüdersdorf (Brandenburg). 1993 spielte er schließlich bei seinem langjährigen Verein SV Woltersdorf, ehe er sich 1997 ein Jahr in der Jugend bei der 2. Mannschaft vom FC Union Berlin versuchte und im Herrenbereich im Anschluss weiter beim SV Woltersdorf spielte. Insgesamt verbrachte er dort von 1993 bis 2008, mit der kurzen Unterbrechung, 14 Jahre! 2008 zog er schließlich nach Tiftlingerode ins Eichsfeld. Dort spielte er immer für den VfB Tiftlingerode. Nach dem Zusammenschluss zur SG Pferdeberg legte er eine Fußballpause ein und begann nach einigen Jahren zunächst bei der „Alten Herren“ von Gerblingerode, ehe ihn der damalige Trainer Manne Baltes 2015 in die 2. Herren der SG Pferdeberg holte. Nach dem Abstieg der 1. Herren in der letzten Saison und dem damit verbundenen Abgang mehrerer Spieler, war er sofort bereit Teil der neuen Mannschaft zu werden und Manne Baltes mit seiner Präsenz zu helfen das Team wieder aufzubauen. Die schönsten Momente, an die er sich zurückerinnern kann, waren laut Klingenberg selbst: „Der Aufstieg 2010 mit Tiftlingerode und die letzte Saison mit Pferdeberg mit dem Erreichen des 9. Platzes und einer überragenden Rückrunde.“
Danke nochmals an beide Spieler, für ihr Engagement. Von der Ersten Herren bekamen sie zurecht einen Hoodie mit der Aufschrift: „SGP-Legende“ überreicht.