Spielberichte

TSV Ebergötzen – SG Pferdeberg 2:2

Ein Spiel zum Vergessen. Nach mehreren Wochen sehr solidem bis gutem Fußball, musste die SG Pferdeberg einen Schritt zurück machen. Kapitän Robert Mühlhaus musste wegen einer Gelbsperre aussetzen. Routinier Alexander Koch stand außerdem nicht zur Verfügung. Es schien, als belasteten diese Ausfälle die Mannschaft. Es gelang von Anfang an nicht viel. Die Aggressivität in den Zweikämpfen stimmte nicht, die Konzentration war nicht hoch genug und so resultierten viele Stockfehler und Fehlpässe. So machte man den Hausherren aus Ebergötzen die ersten 30 Minuten lang stark und konnte selbst kaum auf das Tor schießen. Unsere Innenverteidiger konnten mehrfach gerade so klären. Umso glücklicher der Führungstreffer für die SG durch Steffen Niemeyer nach Doppelpass mit Stefan Kanig. Steffen schaute den Torhüter anschließend gekonnt aus und markierte seinen 10. Treffer diese Saison.
Nach der Pause schienen sich die Pferdeberger etwas zu fangen. Lukas Wendland ordnete von hinten. Im Mittelfeld konnte durch die Einwechslung von Ben Erik Mühlhaus etwas mehr Präsenz erzielt werden und im vorderen Bereich lief man geschlossener an. Nun war es der TSV der nach einem Standard den Ausgleich erzielte und einige Minuten später nach einem Abschlag aus stark abseitsverdächtiger Position sogar 2:1 in Führung ging. Der TSV zog sich anschließend zurück und der Gast lief an, konnte aber nicht durch tollen Kombinationsfußball glänzen und holte in den letzten 10 Minuten die Brechstange raus. Der eingewechselte Domenik Teuteberg hätte in Daniel van Buyten-Manier nach einem Kopfball fast den Ausgleich erzielt.
Doch dann schlug die Stunde unseres Innenverteidigers Lukas Wendland (Foto). Er lief außerdem in die Spitze, war dort ein paar Minuten aktiv und bekam in der 90. Minute das Leder im Strafraum vor die Füße. Dort buchsierte er das Spielgerät irgendwie in das Tor des Heimteams. Der anschließende Jubelsprint ist schon jetzt legendär, da er den halben Platz umkurvte. Sein schnellster Sprint dieses Spiels. Einfach eine absolute SGP-Legende.
Anschließend wurde es völlig verrückt. Aus uns nicht nachvollziehbaren Gründen, zeigte der Schiedsrichter einem jubelnden SGP-Akteuer die Rote Karte.
Fakt ist: Gegen Eintracht Wulften am nächsten Samstag (!) muss man wieder so agieren, wie die Wochen zuvor. Mut macht, dass die fehlenden Spieler wieder zurückkehren. Wir wünschen dem TSV Ebergötzen noch viel Erfolg für die weitere Saison. Von den Anfeindungen unter einigen Zuschauern möchten wir uns klar distanzieren. Auf dem Platz war das Spiel stets fair und wir schätzen die Leistung unseres Gegenübers wert. Der TSV hätte sich drei Punkte verdient gehabt. Etwas glücklich nehmen wir daher an diesem verkorksten Nachmittag einen Punkt mit nach Hause.
Danke #LW8, du Legende!